Geschichte des Cottbuser Ostsees

Gedenkstätte für das abgebaggerte Dorf Tranitz eingeweiht

Am 12. Juni 2010 wurde auf dem Gebiet der Stadt Cottbus eine Gedenkstätte für den ehemaligen Ort Tranitz eingeweiht.

Das einstige Dorf lag im früheren Kreis Cottbus-Land, östlich von Cottbus und östlich des ebenfalls abgebrochenen Ortes Klein Lieskow am Tranitzfließ. Während die Feldmark nachweislich schon deutlich früher besiedelt war, wurde der Ort selbst im Jahr 1463 erstmals urkundlich erwähnt. Sein Name leitet sich vom altsorbischen Begriff *Travnica ab, was „mit Gras bewachsener Ort“ bedeutet. Der Struktur nach handelte es sich bei Tranitz laut dem Historiker Rudolf Lehmann um ein Sackgassendorf. Heute gehört das ehemalige Dorfgebiet zur Gemarkung von Dissenchen, einem Ortsteil von Cottbus.

Anlässlich des alljährlichen „Tages der abgebaggerten Dörfer“ der Domowina wurde das bestehende Areal – das bereits ein Biotop und einen Gedenkstein umfasst – nun um eine zweisprachige Informationstafel sowie eine Sitzgelegenheit ergänzt.

Erinnerungsstätte für des abgebaggerte Dorf Tranitz im Bereich des Tagebaus Cottbus-Nord. – Bild: Lutki


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