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Spielzeitauftakt im Branitzer Park: Theater trifft Gartenkunst

Am 5. September 2026 verwandelt sich der Branitzer Park für einen Tag in eine Bühne: Das Staatstheater Cottbus eröffnet dort seine neue Spielzeit – gemeinsam mit der Stiftung Fürst-Pückler-Museum. Ab 14:30 Uhr ziehen sich Szenen aus Musiktheater, Schauspiel und Ballett über das gesamte Parkgelände, dazu gibt es Kinderprogramm. Um 17:00 Uhr folgt der musikalische Höhepunkt: ein Open-Air-Konzert des Philharmonischen Orchesters Cottbus mit Opernchor und Sängerensemble vor dem Schloss – die Wiese wird zum Zuschauerraum, Decken und Sitzkissen sind ausdrücklich willkommen. Um 19:00 Uhr zeigt das Rumpel-Pumpel-Theater an der Orangerie Ausschnitte aus seiner Produktion „Das Hotel im Karussell“. Der Eintritt ist frei; am Ticketstand gibt es zudem 20 Prozent Rabatt auf Karten für September und Oktober.

Die Veranstaltung hat Tradition: Bereits 2003 wurde die Spielplanpräsentation im Park auf Initiative von Martin Schüler ins Leben gerufen und entwickelte sich zu einer festen Größe im Cottbuser Kulturkalender. Nach einer mehrjährigen Pause kehrt sie nun in dieser Form zurück.

Neue Leitung, neue Impulse

Mit Berthold Schneider hat das Staatstheater seit dieser Spielzeit einen neuen Intendanten, der das Haus als „offenes System“ versteht – im Austausch mit der Stadt und ihrem Publikum. An seiner Seite steht ein neu aufgestelltes Leitungsteam: Die Schauspielsparte verantworten Anica Happich und Timofey Kulyabin gemeinsam, die Ballettsparte leiten Inma López Marín und Stefan Kulhawec als Doppelspitze. Beide Ballett-Direktor:innen sind selbst ehemalige Ensembletänzer:innen des Hauses und stehen für Tanzformate, die bewusst über die klassische Spitzentanz-Ästhetik hinausgehen.

Warum ausgerechnet Branitz?

Der Branitzer Park ist ein Gartendenkmal von internationalem Rang, geschaffen von Hermann Fürst von Pückler-Muskau. Er ist aber kein bloßes historisches Relikt: Unter dem Namen „Neue Branitzer Baumuniversität“ hat sich hier ein Kompetenzzentrum etabliert, das erforscht, wie historische Parks und Gärten mit Hitze und Trockenheit umgehen können – ein Thema mit bundesweiter Relevanz für die Gartendenkmalpflege im Klimawandel.

Gleichzeitig steht 2026 eine andere Figur der Parkgeschichte im Mittelpunkt: Fürstin Lucie von Pückler-Muskau (1776–1854), die weit mehr war als die Begleiterin eines berühmten Gartenkünstlers – sie prägte Branitz in ihren letzten Lebensjahren maßgeblich selbst mit. Anlässlich ihres 250. Geburtstags läuft bis zum 1. November 2026 das Themenjahr „FRAUENREICH Branitz“ mit einer Open-Air-Ausstellung im Pleasureground und einer weiteren Schau im Schloss.

Fazit

Die Spielzeiteröffnung nutzt damit nicht nur eine besonders schöne Kulisse, sondern einen Ort, der gerade gleich doppelt neu gedacht wird: als Klimaschutzprojekt und als Bühne für bislang unterschätzte Geschichte. Für Besucher:innen heißt das: ein kostenloses Kulturprogramm mit Familiencharakter, eingebettet in eine Parklandschaft, die Vergangenheit und Zukunftsfragen miteinander verbindet.

Praktische Infos

  • Datum: 05.09.2026, ab 14:30 Uhr (Programmhöhepunkte: 17:00 und 19:00 Uhr)
  • Ort: Branitzer Park, Stiftung Fürst-Pückler-Museum, Cottbus
  • Eintritt: frei
  • Hinweis zur Anreise: Parkflächen sind kostenpflichtig und nur digital/bargeldlos zu bezahlen (Kartenzahlung am Automaten oder per App)



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