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Cottbus und Spremberg: Druck für die komplette südliche Umfahrung

Cottbus und Spremberg fordern den zügigen Weiterbau der südlichen Ortsumfahrung, um den verbleibenden Lückenschluss der B 169/B 168 sicherzustellen. Nach der vollständigen Freigabe des neuen A‑15-Anschlusses „Cottbus-Süd“ am 19. August 2026 liegt der Fokus nun auf der Finanzierung und Realisierung des fehlenden Abschnitts, der auch Spremberg direkt an die Umfahrung anbindet.

Aktueller Stand: Was ist fertig, was fehlt?

  • Fertiggestellt (August 2026): Die rund 8,2 Kilometer lange Verbindung von der B 168/L 49 bis zur Autobahn A 15 ist vollständig freigegeben. Sie umfasst den zweiten Verkehrsabschnitt der Ortsumgehung (ca. 6,9 km) sowie eine Netzergänzung der B 97 (ca. 1,3 km)
  • Bereits früher teilweise nutzbar: Ein großer Teil in Richtung Forst (Lausitz) war bereits am 28. August 2025 für den Verkehr geöffnet worden.
  • Noch offen: Der dritte Verkehrsabschnitt, der die Umfahrung von der südlichen B 97 weiterführt und die durchgängige Ringfunktion schließt, befindet sich in der Planung.

Damit ist die neue Autobahnanbindung real, aber die vollständige Entlastungswirkung für den Cottbuser Süden und die direkte Anbindung Sprembergs an einen durchgängigen Umfahrungsring stehen noch aus.

Geplante Streckenführung: Wo genau geht es weiter?

Die aktuelle Maßnahme verläuft vom Knoten L 49/B 168 südwärts und führt den überörtlichen Verkehr an den Ortsteilen Kahren, Kiekebusch und Branitz vorbei zur neuen Anschlussstelle an die A 15 („Cottbus-Süd“/„Cottbus-Ost“ in verschiedenen Darstellungen). Der noch zu realisierende Abschnitt soll die Umfahrung von der südlichen B 97 weiterführen und damit die B 168/B 169 zu einem echten Ring schließen – mit direkter Wirkung für den Raum Spremberg, der über die B 168 eingebunden wird.

Konkret bedeutet das: Der fehlende Bauabschnitt verbindet die bereits fertige südliche Trasse mit dem weiteren Verlauf in Richtung Spremberg, sodass der Fern- und Schwerlastverkehr die Innenstadt und die sensiblen Ortsteile konsequent umfahren kann.

Finanzierung und politischer Druck

Die bereits fertiggestellte Teilstrecke wurde mit über 80 Millionen Euro aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen finanziert; die Gesamtkosten liegen bei rund 86,2 Millionen Euro. Für den dritten Abschnitt drängen Oberbürgermeister Tobias Schick (Cottbus) und Bürgermeisterin Christine Herntier (Spremberg) auf eine zeitnahe Bundesfinanzierung, um Planungssicherheit zu schaffen und den Baustart voranzubringen. Beide verweisen auf eine breite Abstimmung mit den umliegenden Landkreisen und Kommunen.

Wirtschaftsförderung und Net Zero Valley Lausitz

Parallel zur Verkehrsinfrastruktur wollen Cottbus und der Landkreis Spree-Neiße die Wirtschaftsförderung enger verzahnen – orientiert an bestehenden Kooperationen der Entwicklungsgesellschaft Cottbus (EGC) mit Guben, Forst und Spremberg. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Net Zero Valley Lausitz, das als erstes derartiges Modellgebiet in Europa ausgewiesen wurde und länderübergreifend Brandenburg und Sachsen verbindet. Die gemeinsame Lausitzer Geschäftsstelle koordiniert dabei Beschleunigung, Finanzierung und Kompetenzaufbau für klimafreundliche Industrie und saubere Technologien.

Was bedeutet das für die Region?

  • Verkehr: Mit dem dritten Abschnitt würde die Umfahrung ihre volle Entlastungswirkung entfalten – weniger Durchgangsverkehr in der Stadt, geringere Unfallrisiken und bessere Anbindung des Spremberger Raums.
  • Wirtschaft: Eine durchgängige, leistungsfähige Umfahrung stärkt die Standortlogistik und unterstützt die Attraktivität der Lausitz als Net Zero Valley.brandenburg+1
  • Zeitplan: Während die A‑15-Anbindung seit August 2026 steht, hängt der Baubeginn des dritten Abschnitts von der finalen Planung und der Bundesfinanzierung ab.cottbus+1

Kurz gesagt: Die neue Autobahnabfahrt ist da – jetzt kommt es auf den zügigen Lückenschluss an, damit die Umfahrung Cottbus und Spremberg tatsächlich komplett entlastet.




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