1.500 junge Bäume für Saspow: Cottbuser Azubis pflanzen für den Wald von morgen
Im Cottbuser Ortsteil Saspow wächst ein neues Stück Mischwald. Am 16. Oktober 2026 haben Auszubildende und Mitarbeitende der Sparkasse Spree-Neiße 1.500 Setzlinge gepflanzt. So entsteht der dritte „Sparkassenwald“ der Stadt.
Warum der Wald Hilfe braucht
Viele Wälder in der Lausitz bestehen seit Jahrzehnten fast nur aus Kiefern. Solche Monokulturen leiden besonders unter Dürresommern, Hitze, Stürmen und Schädlingen. Wenn eine Baumart geschwächt ist, trifft es gleich den ganzen Bestand.
Abhilfe schafft der sogenannte Waldumbau: Statt einer einzigen Art wachsen viele verschiedene Bäume nebeneinander. Fällt eine Art aus, halten die anderen den Wald stabil.
Drei Baumarten, drei Aufgaben
In Saspow wurden drei Arten gepflanzt:
- Traubeneiche: robust, tief wurzelnd und gut an trockene Sandböden angepasst. Sie kann mehrere hundert Jahre alt werden und bildet das Rückgrat des künftigen Waldes.
- Eberesche: ein schnell wachsender Pionierbaum, der den Boden verbessert. Ihre Beeren sind eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel.
- Feldahorn: verträgt Hitze und Trockenheit gut und ergänzt den Bestand als kleinerer Baum.
Wer dahintersteht
Organisiert und finanziert haben die Aktion die Sparkasse Spree-Neiße und die Lotteriegesellschaft der Ostdeutschen Sparkassen. Das Geld stammt aus den Erträgen des PS-Lotterie-Sparens. Fachlich begleitet wurde die Pflanzung von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Brandenburg und der zuständigen Revierförsterin.
Den symbolischen ersten Spatenstich setzten Oberbürgermeister Tobias Schick, Sparkassenchef Ralf Braun, Julia Rösch von der Lotteriegesellschaft und Dr. Sabine Buder von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.
Die Sparkasse will den Ort als „Sparkassen-Azubi-Wald“ weiterentwickeln. Die Auszubildenden sollen dort nicht nur einmal pflanzen, sondern einen Ort im Blick behalten, der über Jahrzehnte wächst.
Ein Baustein in einem großen Programm
Die Aktion gehört zu einer Initiative der ostdeutschen Sparkassen und ihrer Partner. Seit 2021 wurden in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern bei 63 Aktionen mehr als 130.000 junge Bäume gesetzt. Auch in Cottbus ist es nicht die erste Pflanzung: 2023 kamen etwa in Schmellwitz ebenfalls 1.500 Bäume in den Boden.
Gepflanzt ist noch nicht gewachsen
1.500 Setzlinge sind kein fertiger Wald. Sie bedecken eine Fläche von einigen tausend Quadratmetern, und die nächsten Jahre entscheiden über ihren Erfolg. Die jungen Bäume brauchen Schutz vor Wildverbiss, in trockenen Sommern genug Wasser und regelmäßige Pflege.
Gelingt das, wächst in Saspow ein Stück Stadtwald heran, das den Klimaveränderungen deutlich besser standhält als der alte Kiefernforst.
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