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Neues Wohngebiet in Cottbus-Dissenchen

Am westlichen Ortseingang von Dissenchen, an der Grenze zu Sandow, soll ein neues Wohnviertel entstehen. Die Fläche ist rund 3,2 Hektar groß, etwa so groß wie viereinhalb Fußballfelder. Heute steht dort ein stark versiegelter, ungenutzter Garagenkomplex. Künftig sollen hier bis zu 80 Wohneinheiten Platz finden, als Einfamilien- und Doppelhäuser sowie Stadtvillen.

Lage

Im Norden grenzt das Gebiet an die Justizvollzugsanstalt Cottbus-Dissenchen, im Osten an Bäume und Grün. Im Süden und Westen schließen die bestehenden Wohnhäuser an der Dissenchener Hauptstraße an. Die Nachbarschaft zur JVA dürfte für künftige Bewohner ein Thema sein. Die Nähe zum Cottbuser Ostsee macht den Standort dagegen attraktiv. Die meisten Grundstücke gehören privaten Eigentümern.

Der bisherige Ablauf

  • März 2025: Die Stadtverordneten beschließen, einen Bebauungsplan aufzustellen.
  • Mai 2026: Bürger können sich über die Ziele der Planung informieren und äußern.
  • Juli 2026: Ein konkreter Planentwurf liegt vor. Er weist ein „Allgemeines Wohngebiet“ aus.
  • September/Oktober 2026: Behörden und Versorger geben ihre Stellungnahmen ab.
  • 21. Oktober 2026: Die Stadtverordnetenversammlung berät darüber, den Entwurf öffentlich auszulegen.

Was bedeutet das „beschleunigte Verfahren“?

Weil hier eine bereits bebaute Fläche wiedergenutzt wird, darf die Stadt das vereinfachte Verfahren nach § 13a Baugesetzbuch anwenden. Eine formelle Umweltprüfung mit Umweltbericht entfällt dann. Natur- und Artenschutz bleiben aber Pflicht und wurden gesondert untersucht. Der Flächennutzungsplan sieht für das Areal bisher eine gemischte Nutzung vor. Er wird an die Wohnnutzung angepasst.

Wie geht es weiter?

Als Nächstes wird der Entwurf öffentlich ausgelegt. Dann kann jeder die Pläne einsehen und Hinweise oder Einwände einbringen. Die Stadt wägt diese ab und beschließt den Plan anschließend als Satzung. Erst dann steht verbindlich fest, was gebaut werden darf. Jedes einzelne Haus braucht aber trotzdem noch eine eigene Genehmigung. Einen Baustart gibt es noch nicht. Er hängt davon ab, wie schnell das Verfahren abgeschlossen wird, wie die Erschließung organisiert wird und wann die Eigentümer investieren.

Gute Nachricht für den Verkehr

Ab Mai 2027 soll die ausgebaute Werner-von-Siemens-Straße das Gewerbegebiet direkt an die B 168 anbinden. Das soll die Dissenchener Hauptstraße vom Durchgangsverkehr entlasten.


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