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Der Spreeauenpark Cottbus

Grüne Bühne der Niederlausitz – zwischen Blütenpracht und Erdgeschichte

Erst Jahre nach der Bundesgartenschau entfaltet der Park seine wahre Schönheit – die Bäume sind gewachsen, die Sichtachsen gereift, und aus der einstigen Ausstellungsfläche ist eine der schönsten grünen Oasen Brandenburgs geworden.


Über die Location

Einer langen Cottbuser Gartentradition folgend, fand hier 1995 – nur viereinhalb Jahre nach der Wiedervereinigung – die erste Bundesgartenschau in den neuen Bundesländern statt, vom 29. April bis zum 8. Oktober, eröffnet von Bundespräsident Roman Herzog im Stadion der Freundschaft. Rund 1,5 Millionen Besucher kamen in den 164 Ausstellungstagen.

Für die BUGA 95 wurde in Nachbarschaft der Pücklerschen Pyramiden ein rund 55 Hektar großes Ausstellungsareal geschaffen, das die Verbindung zwischen dem innerstädtischen Grün und dem Landschaftspark Branitz herstellte – damals einschließlich der benachbarten Flächen von Eliaspark und Vorpark. Der heute unter dem Namen Spreeauenpark eigenständig gepflegte Kernbereich umfasst rund 20 Hektar, eingerahmt von altehrwürdigen Eichenalleen, Buchenwäldern und ausgedehnten Wiesenflächen. Verschiedene Themengärten – allen voran die Staudengärten am Wasser – prägen bis heute den Charakter des Parks.

Durchzogen von reizvollen Blickachsen und einladenden Ruhezonen finden Sie hier eine Oase der Erholung. Ob Wiesenlandschaft, Heidedüne oder blühender Rhododendronhain – jede Jahreszeit hat ihren eigenen Charme und lädt dazu ein, immer wieder Neues in der Natur zu entdecken.


Parkweiher

Ruhig schlängeln sich die von der Spree gespeisten Gräben durch die weiten Wiesen bis zum 1,2 Hektar großen Parkweiher. Er ist Blickfang und zugleich Ruhepol des Spreeauenparks – rund um ihn gruppieren sich Rosen- und Rhododendrongärten sowie wechselnd bepflanzte Wiesenflächen.

Parkpavillon

Direkt am Parkweiher, zentral im Park gelegen, liegt eines der Herzstücke des Spreeauenparks: der Parkpavillon. Als Veranstaltungsbühne für bis zu 1.200 Zuschauer hat sich der Park damit als attraktive Location für Feste, Open-Airs, Konzerte sowie Theater-, Licht- und Feuerinszenierungen etabliert.

Themengärten

Liebevoll bepflanzte Gärten mit blühenden Stauden wie Iris, Salbei und Rittersporn setzen einen farbenfrohen Kontrast zur Weite des Parks. Umrahmt von Hainbuchenhecken laden sie zum ungestörten Verweilen ein.

Rhododendronhain

In der Blütezeit – meist von Mai bis Juni – bietet sich hier eine faszinierende Ansicht, die den Blick schon von Weitem einfängt. Lassen Sie sich von diesem Meer aus Farben verzaubern.

Mammutbaumstubben

Vor rund 12 Millionen Jahren – nach neueren geologischen Untersuchungen möglicherweise auch bis zu 15 Millionen Jahre – stand hier noch ein Baumriese inmitten einer Moorlandschaft der heutigen Niederlausitz. Der gigantische, versteinerte Stubben wurde 1982 im Tagebau Klettwitz entdeckt und in einer mehrtägigen Bergungsaktion von Kumpeln des Tagebaus geborgen. Mit rund 22 bis 25 Tonnen Ausgangsgewicht, 3,20 Meter Stammdurchmesser und 5 Metern Wurzeldurchmesser zählt er zu den spektakulärsten paläobotanischen Funden der Region und zeigt rund 1.200 Jahresringe.

Zunächst stand der Stubben vor dem Marstall im Branitzer Park, wo sich damals die naturkundliche Ausstellung befand. 1994, im Vorfeld der Bundesgartenschau, wurde er an seinen heutigen Standort im Spreeauenpark umgesetzt – seither das größte Exponat der paläobotanischen Sammlung des Cottbuser Stadtmuseums.

Weiherterrasse

Einer der schönsten Ruheplätze im Park. Mit Weitblick über die Wasserfläche bis zum Parkpavillon lässt sich hier die heimische Fauna beobachten – ob Fische, Insekten oder sogar der Eisvogel.

Staudengarten

Duftende Blumen, Sträucher und Bäume säumen die Wege und geben den Blick frei auf herrliche Ansichten – hier wird der Spaziergang zum Genuss für alle Sinne.

Froschteich

Entdecken Sie das idyllisch gelegene Schauspiel der kleinen, kaum „überhörbaren“ Zeitgenossen – direkt zwischen dem Caravanstellplatz und dem ParkCafé.

Tertiärwald – Botanischer Garten der Erdgeschichte

Im Spreeauenpark liegt ein Botanischer Garten der Erdgeschichte, der in dieser Form in Europa einmalig ist: der Niederlausitzer Tertiärwald. Er rekonstruiert wissenschaftlich fundiert die Flusslandschaft der Ur-Elbe mit Pflanzenarten, wie sie vor etwa 10 bis 12 Millionen Jahren in der Niederlausitz vorkamen. Grundlage der Rekonstruktion sind Pflanzenfossilien aus dem Blätterton von Wischgrund bei Lauchhammer.

Zum Ensemble gehören außerdem die Findlingsallee mit ausgewählten skandinavischen Leitgeschieben aus Niederlausitzer Tagebauen sowie ein nachgebildetes Kohlemoor. Betreut wird die Anlage vom Naturwissenschaftlichen Verein der Niederlausitz e. V.

Terrasse an der Wiesenparkhütte

Von hier aus genießen Sie den besten Rundblick über den Park – in den Wiesenpark, zum Spielplatz und in die Grabenlandschaft. Unter großen Bäumen finden Besucher auch an warmen Tagen ein schattiges Plätzchen.

Kinderspielplatz

Kleine Gäste ab 3 Jahren können sich auf der modernen Spielanlage mit Rutsche, Kletternetz und -wand, Hängebrücke, Türmen, Federwippe, Kletterstange, Schaukel und vielem mehr nach Herzenslust austoben.

Wiesenpark

Gern genutzt für Open-Air-Konzerte, große Feste und Picknicks, erstreckt sich der weitläufige Wiesenpark in der Nähe des angrenzenden Tierparks. Hier finden Sie ausreichend Platz und erreichen über ein gut ausgebautes Wegesystem bequem auch die anderen Bereiche des Parks.

Gut zu wissen: die Parkeisenbahn

Ein besonderes Highlight für Familien: Die seit 1954 bestehende Cottbuser Parkeisenbahn verbindet auf einer Strecke von 3,2 Kilometern den Branitzer Park über Spreeauen- und Eliaspark bis zum Betriebshof Sandower Dreieck – ein nostalgisches Stück Bundesgartenschau-Geschichte, das bis heute in Betrieb ist.


Praktische Informationen

AdresseSpreeauenpark, Vorparkstraße 3, 03042 Cottbus
ÖffnungszeitenMai–August: täglich 9–18 Uhr · April, September, Oktober: täglich 9–17 Uhr · November–März: täglich 9–16 Uhr
Eintrittkostenpflichtig (aktuelle Preise vor Ort bzw. auf cottbus-tourismus.de)
AnbindungNähe Stadion der Freundschaft, angrenzend an den Tierpark Cottbus und die Parkeisenbahn

Hinweis: Während größerer Veranstaltungen können Teilbereiche des Parks zeitweise geschlossen sein – ein Blick auf die aktuellen Öffnungszeiten vor dem Besuch lohnt sich.




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