Konzept der Lausitzer Wasserspeicher kontrovers diskutiert

Durch die mehr als 100-jährige Gewinnung von Braunkohle im Tagebaubetrieb hat den Wasserhaushalt im Lausitzer Revier nachhaltig gestört. Durch Sümpfung des Grundwassers in den Tagebauen brachte die Einleitung des Grubenwassers in die Vorflut, dass der Wasserstand der Flüsse künstlich erhöht und deren Jahresgang vergleichmäßigt wurde. Das brachte über die Jahre Gewässerausbauten und Nutzungen mit sich, die in der heutigen Zeit durch geeignete Maßnahmen angepasst und zum Teil auch in Zukunft gesichert werden müssen.

Zur Herstellung eines sich weitestgehend selbst regulierenden Wasserhaushaltes gibt es zur Flutung der Tagebaurestlöcher keine wirtschaftlich vernünftige Alternative, das bestätigt auch der sächsische Hochwasserexperte Martin Socher.
Socher ist auch der Ansicht, dass die Flutung nicht ewig hinausgeschoben werden kann. Wenn, wie zum Beispiel im Cottbuser Ostsee, keine Gegenkraft aufgebaut wird, würden die Hänge erodieren und in die Ex-Grube abgleiten. Mit dem aufsteigenden Grundwasser könnten dann “riesige Trichter und Sumpflandschaften entstehen, die für nichts nutzbar sind”.

Bekannt ist, dass die Niederlausitz schon immer mit Niederschlagsdefiziten zu kämpfen hat. Erschwerend sorgt der Klimawandel für eine weitere Verschärfung der Situation. Der von den Grünen begrüßte schnelle Kohleausstieg hat zum Ergebnis, dass die Lage noch dramatischer wird.

Die vom Wasserkluster Lausitz vorgeschlagenen neuen Wasserspeicher finden auch nicht von allen Seiten den Zuspruch. Hauptsächlich von grüner Seite wird unterstellt, dass solche Wasserspeicher der LEAG finanzielle Vorteile bringt. Die Anlage eines Sees ist eben billiger, als ein Restloch vollständig mit Bodenmassen zu befüllen.

Aktuell ist ein Konsortium im Auftrag des Umweltbundesamt damit betraut die wasserwirtschaftlichen Folgen in der Lausitz zu begutachten. Erhoffen wir uns ein Tragfähiges Konzept.

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