Fördergelder für den Sportboothafen Teichland

Der neue Sportboothafen Teichland nimmt Gestalt an. Das Vorhaben umfasst die Errichtung eines Sportboothafens mit 100 Liegeplätzen am Nordufer des Cottbuser Sees als wichtiger Baustein für die wassertouristische Entwicklung und als Initial für die nachfolgende Entwicklung eines attraktiven touristischen Standortes mit Seeachse, Schiffsanleger, Strand und Freizeitinfrastruktur.

Infrastrukturstaatssekretär Rainer Genilke übergab am 6.August rund 7,3 Millionen Euro für den neuen Sportboothafen Teichland.

Rainer Genilke:

„Der Strukturwandel in der Lausitz kommt gut voran. Auf dem Weg vom Bergbau zum Tourismus ist die Entwicklung rund um den künftigen Ostsee ein wichtiger Mosaikstein. Damit werden wichtige Grundlagen zur regionalen Wertschöpfung gelegt. Das Land Brandenburg unterstützt die regionalen Akteure der Bergbaufolgelandschaft bei der Schaffung attraktiver Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten für Einheimische und Gäste. Hervorzuheben ist das große Engagement der Gemeinde Teichland und des Amtes Peitz bei der Verwirklichung dieses Projektes. Uns liegt viel daran, dass der Strukturwandel gelingt und die Region den Menschen gute Grundlagen zum Leben und Arbeiten über das Kohlezeitalter hinaus bietet.“

Zu den Gesamtkosten von 9,12 Mil. Euro muss die Gemeinde Teichland einen Eigenanteil von 1,86 Millionen beisteuern. Ein Kraftakt für die klamme Gemeindekasse.

Die Fördermittel werden für die Herstellung eines Hafenbeckens mit Uferwand, Böschungsbefestigungen und Slipanlage mit entsprechender Kranaufstellfläche eingesetzt. Die Förderung wird für die Planung, Baudurchführung und Projektsteuerung bewilligt. Mit früher bewilligten Fördermitteln in Höhe von 430.000 Euro wurden bereits Planungsgrundlagen sowie Gutachterleistungen finanziert.

Viel Zeit für die geplante Fertigstellung Ende 2022 darf jetzt nicht mehr verstreichen, da wegen des bereits begonnenen und nicht beeinflussbaren Flutungsverlaufs des Sees ein enger zeitlicher Rahmen besteht.

Der Sportboothafen laut Masterplan Cottbuser Ostsee

Nachdem die Planungen zwischen Herbst 2015 und 2018 ruhten, wurde im Frühjahr 2019 zur Verringerung der Herstellungskosten eine neue Planung für den Sportboothafen erstellt, die weiterhin 100 Bootsliegeplätze jedoch mit einer erheblichen
Reduzierung des räumlichen Umfanges des Hafens vorsieht. Anschließend erfolgte eine Überarbeitung des städtebaulichen Konzeptes für die landseitigen Flächen, das durch die Gemeindevertretung am 11.02.2020 als Grundlage für den anzupassenden Bebauungsplan beschlossen wurde.